Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Treuly

Stand: Mai 2026 · Version 1.0

Diese AGB regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Treuly" (Dennis Achtziger, Einzelunternehmen, Deutschland – nachfolgend „Anbieter") durch Gewerbetreibende und Selbstständige (nachfolgend „Kunde"). Die ladungsfähige Anschrift wird derzeit hinterlegt; Kontaktaufnahme bis dahin per E-Mail an dennis.achtziger@gmail.com.


§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Treuly" zwischen dem Anbieter und dem Kunden in ihrer zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.

(2) Treuly ist ein ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB gerichtetes Angebot. Mit Anmeldung versichert der Kunde, dass er als Unternehmer handelt. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.


§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungsumfang

(1) Treuly ist eine multimandantenfähige Software-as-a-Service-Plattform zur Erstellung, Verteilung und Verwaltung digitaler Stempel-, Punkt- und Loyalitätskarten für Endkunden des Kunden, insbesondere zur Ausgabe als Apple-Wallet-Pässe (.pkpass).

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem vom Kunden gewählten Tarif („Free", „Pro" oder „Business"), der Beschreibung der Plattform auf der Website und in der iOS-Anwendung sowie aus diesen AGB. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Plattform in ihrer jeweils aktuellen Version; ein Anspruch auf bestimmte Einzelfunktionen oder die Beibehaltung einzelner Funktionen besteht nicht.

(3) Die Plattform wird im Wege der Online-Bereitstellung über das Internet erbracht. Hardware, Internetverbindung und ein kompatibles Endgerät (insbesondere ein iOS-Gerät mit aktueller iOS-Version) sind vom Kunden auf eigene Kosten beizustellen.

(4) Beta-Funktionen. Funktionen, die als „Beta", „Vorschau" oder ähnlich gekennzeichnet sind, werden ohne Zusicherung einer bestimmten Beschaffenheit und ohne Gewährleistung bereitgestellt. Der Anbieter ist berechtigt, solche Funktionen jederzeit, auch ohne Ankündigung, zu ändern, einzuschränken oder einzustellen.


§ 3 Vertragsschluss, Anmeldung

(1) Der Kunde meldet sich über die Website oder die iOS-Anwendung an. Mit Absenden der Anmeldung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Vertragsschluss auf Grundlage dieser AGB ab.

(2) Der Vertrag kommt mit Bestätigung der Anmeldung durch den Anbieter zustande – spätestens jedoch durch erstmalige Bereitstellung der Plattform für den Kunden.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Anmeldung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen, insbesondere zu Firmierung, Anschrift, gesetzlicher Vertretung sowie einer ladungsfähigen Geschäftsanschrift. Änderungen sind unverzüglich im Account zu aktualisieren.


§ 4 Tarife, Vergütung, Zahlung

(1) Der Free-Tarif ist kostenlos. Der Funktionsumfang im Free-Tarif ist auf das in der Plattform jeweils ausgewiesene Maß beschränkt.

(2) Die kostenpflichtigen Tarife Pro und Business werden im Voraus für den gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) berechnet. Aktuelle Preise:

Tarif Preis Abrechnung
Free 0 €
Pro (monatlich) 39 € / Monat monatlich im Voraus
Pro (jährlich) 390 € / Jahr jährlich im Voraus (inkl. 7 Tage kostenlos)
Business (monatlich) 99 € / Monat monatlich im Voraus
Business (jährlich) 990 € / Jahr jährlich im Voraus (inkl. 7 Tage kostenlos)

Alle Preise verstehen sich in Euro. Wendet der Anbieter die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG an, weist er keine Umsatzsteuer aus; in diesem Fall sind die genannten Preise Endpreise.

(3) Zahlungswege. Der Kunde kann zwischen zwei voneinander unabhängigen Zahlungswegen wählen:

a) Web-Abschluss. Schließt der Kunde das Abonnement über die Website ab, erfolgt die Zahlung über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. (Irland). Es gelten zusätzlich die Bedingungen von Stripe. Der Anbieter speichert keine vollständigen Zahlungskartendaten.

b) In-App-Kauf in der iOS-App. Schließt der Kunde das Abonnement über die iOS-App ab, erfolgt die Abrechnung über die Apple-ID des Kunden gemäß den Nutzungsbedingungen des Apple App Stores. Verwaltung und Kündigung erfolgen in diesem Fall in den iPhone-Einstellungen unter „Apple-ID → Abonnements". Die Vertragspartnerin für die Zahlungsabwicklung ist die jeweils im App Store ausgewiesene Apple-Gesellschaft.

(4) Automatische Verlängerung. Sowohl beim Web-Abschluss als auch beim In-App-Kauf verlängert sich das Abonnement automatisch um den zuletzt gewählten Abrechnungszeitraum, sofern es nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf des aktuellen Zeitraums gekündigt wird. Beim In-App-Kauf erfolgt die Kündigung in den iPhone-Einstellungen unter „Apple-ID → Abonnements"; beim Web-Abschluss über das Kundenkonto auf der Website oder per E-Mail an die oben genannte Adresse.

(5) Kostenlose Testphase (Jahresabo). Beim jährlichen Pro- bzw. Business-Tarif wird die erste Vertragsperiode 7 Tage kostenlos bereitgestellt. Wird das Abonnement nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf der 7 Tage gekündigt, wird der reguläre Jahrespreis abgerechnet.

(6) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Fristsetzung zu sperren, ohne dass dem Kunden hieraus Ansprüche entstehen.

(7) Preisanpassungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform an. Widerspricht der Kunde der Anpassung nicht binnen vier Wochen nach Zugang der Ankündigung, gilt sie als angenommen; auf diese Folge wird der Anbieter in der Ankündigung gesondert hinweisen. Im Falle eines Widerspruchs ist jede Vertragspartei berechtigt, den Vertrag mit Wirkung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung außerordentlich zu kündigen.


§ 5 Laufzeit, Kündigung

(1) Der Free-Tarif läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden.

(2) Beim Web-Abschluss läuft der monatlich abgerechnete Pro- oder Business-Tarif jeweils einen Kalendermonat und verlängert sich automatisch um einen weiteren Monat, sofern er nicht spätestens am letzten Tag des laufenden Monats gekündigt wird. Der jährlich abgerechnete Tarif hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten ab Aktivierung und verlängert sich danach automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern er nicht spätestens einen Monat vor Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt wird.

(3) Beim In-App-Kauf in der iOS-App gelten die Kündigungsfristen gemäß den Nutzungsbedingungen des Apple App Stores. Die Kündigung erfolgt durch den Kunden in den iPhone-Einstellungen unter „Apple-ID → Abonnements" spätestens 24 Stunden vor Ablauf des laufenden Abrechnungszeitraums. Bereits gezahlte Beträge für die laufende Periode werden nicht anteilig erstattet; das Entitlement bleibt bis zum Ende der bezahlten Periode bestehen.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei

(5) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Die Kündigung über die Account-Verwaltung in der Plattform genügt diesem Erfordernis.


§ 6 Datenrückgabe nach Vertragsende

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden für einen Zeitraum von 30 Tagen nach Vertragsende einen maschinenlesbaren Export der Kundendaten (insbesondere Karten, Endkundeneinträge, Stempelhistorie) zur Verfügung.

(2) Nach Ablauf dieser Frist ist der Anbieter zur Löschung aller Kundendaten berechtigt und verpflichtet, soweit nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere §§ 257 HGB, 147 AO) der Löschung entgegenstehen. Daten, die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten unterliegen (z.B. Rechnungsdaten), werden während der gesetzlichen Frist gesperrt aufbewahrt und anschließend gelöscht.


§ 7 Verfügbarkeit, Wartung

(1) Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform bemüht, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote.

(2) Geplante Wartungsarbeiten, die zu einer Beeinträchtigung der Erreichbarkeit führen können, kündigt der Anbieter nach Möglichkeit mit angemessenem zeitlichen Vorlauf in der Plattform oder per E-Mail an. Notfallwartungen können ohne Vorankündigung erfolgen.

(3) Höhere Gewalt (insbesondere Ausfälle bei Sub-Anbietern wie Cloud-Hostern, Stromausfälle, behördliche Anordnungen, großflächige Störungen des Internets oder vergleichbare Ereignisse) befreit den Anbieter für die Dauer ihrer Wirkung von der Leistungspflicht.


§ 8 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde verpflichtet sich, seine Zugangsdaten geheim zu halten, sicher zu verwahren und Dritten nicht zugänglich zu machen. Dies gilt entsprechend für die QR-Login-Codes seiner Mitarbeitenden.

(2) DSGVO-Verantwortung gegenüber Endkunden. Der Kunde ist im Verhältnis zu seinen Endkunden eigenständig Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Er stellt insbesondere sicher, dass

(3) Der Kunde ist verpflichtet, die Plattform nicht für rechtswidrige Zwecke einzusetzen, insbesondere nicht für unzulässige Werbung, diskriminierende Inhalte oder die Verbreitung rechtswidriger Informationen. Bei Verdacht auf einen erheblichen Verstoß ist der Anbieter zur vorsorglichen Sperrung des Zugangs berechtigt.

(4) Der Kunde steht dafür ein, dass er sämtliche von ihm hochgeladenen Inhalte (Logos, Bilder, Texte) frei von Rechten Dritter nutzen darf und stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter wegen Rechtsverletzungen durch diese Inhalte frei.


§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Ebenfalls unbeschränkt haftet er bei arglistig verschwiegenen Mängeln, im Rahmen einer übernommenen Garantie und nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens jedoch auf einen Betrag in Höhe der vom Kunden in den letzten zwölf Monaten gezahlten Vergütung.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Free-Tarif. Im Free-Tarif wird die Plattform unentgeltlich und ohne Anspruch auf bestimmte Beschaffenheit bereitgestellt. Die Haftung des Anbieters ist im Free-Tarif – soweit gesetzlich zulässig – auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

(5) Eine Verschuldenshaftung für Schäden, die durch von Endkunden selbst eingegebene Daten oder durch deren Verhalten entstehen, besteht nicht.


§ 10 Verfügbarkeit von Apple Wallet, Google Wallet und Drittdiensten

(1) Die Funktionen „Apple Wallet"-Pässe und „Google Wallet"-Pässe werden durch Apple Inc. bzw. Google LLC zur Verfügung gestellt. Der Anbieter hat keinen Einfluss auf Verfügbarkeit, Funktionsumfang oder die Entscheidungen dieser Anbieter hinsichtlich der jeweiligen Plattform, des Apple Push Notification Service (APNs), des Google Wallet API oder etwaiger Änderungen am .pkpass- oder Google-Wallet-Object-Format.

(2) Soweit die Plattform auf Drittdienste angewiesen ist (insbesondere Apple, Google, Supabase Inc. für das Datenbank-Hosting, Clerk Inc. für die Authentifizierung, Render Services Inc. für das Anwendungs-Hosting und Stripe für die Zahlungsabwicklung im Web-Abschluss), hat der Anbieter etwaige Ausfälle dieser Drittdienste nicht zu vertreten, soweit ihn nicht eigenes Verschulden trifft.


§ 11 Datenschutz, Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Plattformnutzung personenbezogene Daten der Endkunden des Kunden im Auftrag des Kunden verarbeitet, ist der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO und der Kunde Verantwortlicher.

(2) Die hierfür erforderliche Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) ist als gesondertes Dokument unter dem Pfad /legal/avv über die Plattform abrufbar. Mit Anmeldung erkennt der Kunde den Inhalt der AVV in ihrer jeweils gültigen Fassung an. Der Anbieter teilt dem Kunden wesentliche Änderungen der AVV mit Frist mit; widerspricht der Kunde nicht binnen vier Wochen, gilt die geänderte Fassung als angenommen.

(3) Für die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden selbst (insbesondere Account- und Rechnungsdaten) ist der Anbieter eigenständig Verantwortlicher. Es gelten die Hinweise in der Datenschutzerklärung.


§ 12 Änderung dieser AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB zu ändern, soweit dies

erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Geänderte AGB werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht binnen vier Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird der Anbieter den Kunden in der Mitteilung gesondert hinweisen. Bei Widerspruch sind beide Vertragsparteien berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung außerordentlich zu kündigen.


§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrags im Übrigen unberührt.

(2) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(3) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters.

(4) Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters.

(5) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, da die Plattform ausschließlich an Unternehmer gerichtet ist (§ 36 VSBG).


Hinweis zum Stand und Änderungshistorie

Version Datum Änderung
1.0 28. Mai 2026 Erste Fassung